Idem

 

 

Das Stück reflektiert den Ursprung der doppelten Bedeutung des Begriffes „Identität“.

In dem Stück „Idem“ tragen die beiden Protagonisten Masken. Experimentell lernen sie einander im Verlauf des Stückes kennen und verstehen. Dieser Prozess verbindet die beiden immer intensiver. Das Stück reflektiert den Ursprung der doppelten Bedeutung des Begriffes „Identität“. Einerseits wird einer Person ihre Identität durch ihre Umgebung verliehen. Aber sie hat ihre Wurzeln auch im besonderen und einzigartigen Charakter jedes einzelnen Individuums und legt so sein Wesen fest.

„Idem“ untersucht, welche Mechanismen wirksam werden, wenn sich eine Identität entwickelt. In welchem Ausmaß ist die Individualität einzigartig oder vorbestimmt? Kann sie durch die Interaktion mit einer Gruppe anderer Individuen beeinflusst oder verändert werden?

Das Stück untersucht auch die Beziehung zwischen Identitäten. Sind sie lebendig, entwickeln sie sich, wachsen sie? Wann wird die Identität durch die Gruppe bestimmt, wann beeinflusst oder diktiert ein Individuum anderen die Identität? Unsere moderne Welt fördert die Entwicklung einer Identität durch die Übernahme vorgegebener Muster und Beispiele. Wir verändern unsere Identität, indem wir Vorbilder, die wir bewundern, imitieren. Als Individuen müssen wir entscheiden, wo wir die Grenze ziehen zwischen einer auferlegten Identität, die die wir akzeptieren können und einer, die wir zurückweisen müssen, um uns entwickeln zu können. Konsum spielt bei der Entwicklung der Individualität eine wichtige Rolle, weil uns die Dinge, die wir besitzen und über Jahre ansammeln, prägen.

Wer die Rolle wechselt und versucht, eine fremde Identität zu leben, erkennt, wie dieser Mechanismus wirkt und manchmal die Macht ergreift. Wir präsentieren unser Konzept mit Sinn für Humor und Komödie und möchten unser Publikum animieren, eigene Antworten auf die Fragen zu finden, die „Idem“ aufwirft.

 

Fotos von Camille Lamy, Christian Glaus