Die Tanzproduktion SHAPING thematisiert das menschliche Streben nach Idealisierung, Schönheit und Unsterblichkeit. Ausgehend von der antiken Vorstellung, in der die vollkommene Schönheit nur in der Kunst entstehen kann, der schöne Körper in der Kunst eine Steigerung erlebt und durch diese Idealisierung das Göttliche und Unvergängliche erreichbar wird. Akteur ist der Bildhauer der klassischen Phase in der griechischen Kunst. Er bearbeitet die Realität, bis er ein perfektes Wesen erschaffen zu haben glaubte. 

Diese Vorstellung wird in Bezug zur Gegenwart gesetzt. Die Steigerung, das Streben nach Perfektion geht heute über die Kunst, den Bildhauer und die göttliche Weltanschauung hinaus. Akteur ist das selbstbestimmte Individuum in allen realen, konkreten Lebensbereichen. Der Kunst tritt ein idealisierter Lebensentwurf gegenüber, der Verehrung des Göttlichen lässt sich Drang nach Effizienz, Schnelligkeit und Erfolg entgegenstellen. 

In nächster Konsequenz verliert der Mensch seine Rolle als Akteur/ Macher. Der Mensch wird zum Produkt, das maschinell, digital und schließlich virtuell entwickelt und geformt wird.

Matthias Kass (choreographer & director)

Clément Bugnon (choreographer)

Mattia Saracino (performer)

Natalie Farkas (performer)

Nitzan Moshe (performer)

Jeremy Alberge (performer)

Simone Elliott (assistant)

Rosalia Pace (apprentice)

Marion Noëlle (broadcasting manager)

Michio Woirgardt (composer / musician)

Szymon Brzoska (composer)

Barbara Drazkowska (pianist)

Victor Guaita (violist)

Katharina Andes (costume design)

Clément Bugnon (light & stage design)

Marion Noëlle (light design)

Gregory Batardon (photographer)

Frame Factory (video production)

Oriel Steinmann (live director)

Dario Willommet (camera operator)

Pierre Béronie (camera operator)

The production was co-produced by Théâtre Interface and supported by: